SG Kurort Hartha II vs. SSV Heidenau II 21:26 (12:11)
Die Woche über geriet Trainer Neumann ins Schwitzen. Nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen, sondern auch bedingt
durch die schwankende Kaderplanung.
Durch einige Ausfälle in Harthas erster Vertretung blieb es bis Samstagabend spannend, wer am Sonntag denn auflaufen würde.
Schlussendlich konnten immerhin 14 Personen auf dem Protokoll vermerkt werden - erfolgreiches Management.
Als Gegner reiste die zweite Mannschaft des SSV Heidenau an,gespickt mit vielen bekannten Gesichtern. Nachdem der
Colmnitzer SV in der vergangen Woche bei den Heidenauern unter die Räder gekommen war, war die Mannschaft
von Neumann/Linde zumindest gewarnt.
Den besseren Start erwischten die Hausherren. F. Krause erzielte auf ungewohnter Position Linksaußen das erste Tor und seine
Mannschaft zog zunächst auf 3:1 davon. Die Gäste waren mit ihrem Start in die Partie nicht zufrieden und glichen zum 3:3 aus.
Dann war wieder Hartha am Zug. Die Abwehr stand sicher, Torwart Kühn konnte einige Würfe entschärfen und im Angriff lenkte
M. Krause das Geschehen.
So wuchs der Vorsprung auf 10:5. Dann aber gab es einen Bruch im Spiel. Bedingt durch einige Wechsel verloren die Hausherren
ihre Sicherheit und die Gäste witterten Ihre Chance. Vor allem die einfachen Ballverluste im Angriffsspiel nutzen sie eiskalt zum
Kontern aus. Mit jedem Ballverlust schien die Unsicherheit der Gastgeber weiter zu wachsen. Beim Stand von 12:11 ging es
in die Pause.
In dieser appellierte das MV-Gespann an seine Mannschaft, die Köpfe nicht hängen zu lassen. Nicht an die letzten Minuten wollte
an anknüpfen, sondern an den Beginn des Spiels. Tatsächlich gelang den Hausherren wieder das erste Tor im zweiten Durchgang,
dann aber ergriffen die Gäste das Heft des Handelns. Hatte die Abwehr im ersten Durchgang noch gut gegen die beweglichen
Angriffsreihen des Gegners arbeiten können, so erspielten und erliefen die Gäste sich nun Räume und nutzten diese.
Harthas Torhüter hatten nun des Öfteren nur das Nachsehen. Und auch auf den Außenpositionen wusste der Gegner zu überzeugen.
Hartha aber gelang nun zu wenig im Angriff. Zu oft wurden die ungünstigeren Abschlüsse gesucht, die ohne Erfolg blieben,
den Gästen aber Kontermöglichkeiten eröffneten. Über die Stationen 13:13, 14:17 und 15:20 setzte sich der Gegner auf 17:24 ab.
Damit waren die Messen eigentlich gelesen. Doch die Hausherren zeigten noch einmal Moral.
Wenn auch der Punktgewinn eher unwahrscheinlich war, warfen sich die Akteure richtig rein in die Partie. Besonders V. Hasselbusch
überzeugte auf der Rechtsaußenpositon und auch Y. Mietzsch konnte im Tor einige gute Chancen vereiteln. Schlussendlich setzte sich
beim Endstand von 21:26 die eingespieltere und qualitativ bessere, weil an diesem Tag auf allen Positionen konstant gut spielende
Mannschaft durch. Glückwunsch an die Gäste.
Hartha hat nun einige Woche Zeit, im Training Lauf- und Passwege einzustudieren, um das Zusammenspiel aller Mannschaftsteile
auf ein besseres Niveau zu bringen. Das Potenzial ist da, nun gilt es, dieses auch konstant abzurufen.