Der Dritte Frühling - (mal wieder…)

SG Kurort Hartha III - SSV Heidenau III                     17:16 (10:7)

 

Irgendwann in der letzten Saison kam in den Reihen der (ehemaligen) Harthaer Handballer der Wunsch nach einer dritten

Männermannschaft auf. Dieses Projekt wurde vor einigen Jahren mangels Spieler eingestellt, aber inzwischen sind neue

„Alte“ nachgerückt und Ehemalige konnten zur Rückkehr auf die Platte überredet werden.

Da der Anwerbeprozess noch nicht abgeschlossen ist und auch erst eine Trainingseinheit absolviert wurde, war man doch

recht froh dass einige Jugendspieler die Doppelbelastung 2. und 3. Mannschaft an diesem Tag auf sich nahmen. Da der

Begriff „Wundertüte“ ja fest mit der 2. Mannschaft verbunden ist, sei an dieser Stelle ein anderes Gleichnis bemüht: das erste

Saisonspiel war wie der Blick in eine nebeltrübe Kristallkugel – Ausgang ungewiss.

Der (Wieder-)Einstieg in die 3. Kreisliga gestaltete sich mit einem klischeehaften Beginn nach Lehrbuch: es erschienen keine

Schiedsrichter -willkommen in der untersten Spielklasse. Beide Mannschaften einigten sich auf das Schiri-Paar vom Heimverein,

welches das vorhergehende Jugendspiel geleitet hatte. Diese machten einen guten Job, obwohl natürlich nicht jede Entscheidung

von den jeweiligen MV’S geteilt wurde.

Zu Gast war die dritte Mannschaft des SV Heidenau, die mit neun Spielern anreisten.Zumindest zahlenmäßig waren die Hausherren

damit schon mal im Vorteil, hatten sie doch 11 Spieler im Kader. Da Kroppi wieder aktiv ins Geschehen eingriff,verpflichtete er

Handball-Urgestein Peter Starke als Chef auf der Bank,unterstützt von Holli. Auf dem Feld setzten diese zunächst auf eine Mischung

aus jugendlichem Elan und Erfahrung, wobei es in Gestalt von Jan Meyer und Christoph Clauß ersteres war, was die Tore erzielte.

Die Gastgeber zogen auf 3:0 davon, dann kamen die Gäste besser ins Spiel und schlossen zum 4:3 auf. Es entwickelte sich ein Spiel,

das sicher keinen Schönheitspreis verdienen konnte, aber alle Beteiligten waren mit Herzblut bei der Sache. Hartha setzte sich dank

der sicheren Strafwürfe und etwas Rückraumwurfkraft wieder auf 8:4 ab und konnte bis zur Pause den Vorsprung auf 10:7 verwalten.

Ein starker Martin Wätzig im Tor tat seinen großen Teil dazu.

Für die zweite Halbzeit wurde vor allem die Chancenverwertung angemahnt, denn diese stellte das größte Manko der Harthaer da.

Wirklich besser wurde es aber nicht.Zudem verletzte sich Richard Müller schwer, was sowohl für ihn als auch die zweite

Männermannschaft einen herben Rückschlag und eine längere Pause bedeutet.Die Gäste aus Heidenau spielten mit all ihrer Routine

meist recht unaufgeregt ihren Stiefel herunter, leisteten sich aber im Spielaufbau immer wieder Fehler,die Hartha für Konter nutzte.

Aus dem Feld selber gelang den Kurortlern immer weniger, es fehlte an Genauigkeit, Wurfkraft und schließlich auch an Konzentration.

Zum Ende des Spiels wurde es fast nochmal spannend, aber den Gästen fehlte es am Ende wohl am Willen, das Spiel zu drehen,

denn trotz des Anschlusstreffers kurz vor dem Ende gingen sie nicht in eine offensivere Abwehr über. So spielte die Harthaer ihren

letzten Angriff aus und verließen beim Stand von 17:16 die Platte als Sieger.

Schön war es nicht, aber erfolgreich. Wie sich das Gesicht der Mannschaft und besonders ihr Zusammenspiel in Zukunft entwickeln,

wird der interessierte Beobachter am 18.09. zum nächsten Heimspiel gegen die HSG CFW II erfahren können.