Zwei Punkte aus dem Bunker

SG Kurort Hartha II - USV TU Dresden                         28:22

 

Am frühen Samstag Nachmittag traf sich Harthas Zweite um im minimalistisch, betongewordenen Architektur(alb)traum

(Energie Verbund Arena im Ostragehege) gegen die Mannschaft des USV TU Dresden anzutreten.

Das Trainergespann Linde/ Neumann hatte im Vorfeld alle Hände voll zu tun eine spielfähige Mannschaft zusammen zu bekommen.

So glühten nach mehreren Absagen unter der Woche aus arbeits- oder urlaubstechnischen Gründen, wegen Krankheit oder familiären

Gegebenheiten die Smartphones (zum Glück kein S7) der Trainer. Glücklicherweise sprang Philipp ein, der nach seinem ereignisreichen

Urlaub noch frei gespielt war. Von den Jungspunden konnten und wollten Bob und Domenic aushelfen und der Schreiberling verlängerte

in Absprache mit seinem Chef die Mittagspause, so dass sich zum Anpfiff beachtliche acht Feldspieler zur Verfügung standen.

Der USV nutzte alle Spalten des Protokolls und hatte zumindest in der Spieleranzahl fünfe Vorsprung.

Verrückterweise konnte die (noch) nicht eingespielte Mannschaft aus dem Kurort sofort in Führung gehen und hatte das Geschehen in der Anfangsphase vollständig im Griff. Die Auszeit von TU Trainer Willwock (Spielerlegende von Saxonia Dresden) beim Stand von 7:4 für die Gäste brachte Hartha völlig aus dem Konzept. Dresden war jetzt nicht wirklich besser geworden - nein die SG leistete sich zum Teil haarsträubende Fehler, die die Gastgeber umgehend in schnelle Kontertore ummünzten. Nach einer eigenen Auszeit und insgesamt acht Minuten Dunkelhandball

gelang es sich zu fangen und das nächste Tor zum 8:9 zu werfen. Diesem Rückstand hielt bis zum Pausenpfiff an (12:13). In der Pause stieß

noch Ulli zur Mannschaft, der nach dem B-Jugend-Spiel aus Großenhain in die Landeshauptstadt geeilt kam. Es wurde angemahnt in Angriff und vor allem in der Abwehr disziplinierter zu spielen, waren doch die Gegentore des Gegners kaum aus dem Rückraum gefallen.

Diese Vorgaben wurden teilweise recht gut umgesetzt und so eroberte Hartha die Führung wieder, vor allem weil Ulli neuen Schwung ins Angriffspiel brachte und Louis jetzt fast nach Belieben traf. In der 37. Minute schimmerte von der fensterlosen Betonwand ein 18:15 für die Kurortler.

Der Gastgeber stellte noch mal um, doch anders als in Halbzeit 1 verfiel Hartha dieses Mal nicht in Lethargie. Obwohl die Abwehrdisziplin nicht immer aufrecht erhalten werden konnte, Rico aber eine ansprechende Torhüterleistung zeigte, erhöhte der Gast den Vorsprung langsam aber stetig (25:19). TU stellte in den letzten 10 Spielminuten noch einmal auf eine sehr offensive 3:3 Abwehr um mit der Hartha anfangs arge Probleme hatte. Glücklicherweise nutzen die USVler die Ballverluste nicht, so dass am Ende ein 28:22 zu Buche stand. Nächste Woche steht dann das Derby gegen Ruppendorf in eigener Halle an, die ebenfalls ein Beweis ist, dass die meisten Architekten keinen (Hallen)Sport betreiben.