Nach einer dreiwöchigen Handballpause stand am vergangenen Sonntag das Viertelfinale des Regionspokals Sachsen-Mitte für die Männer vom Tharandter Wald auf dem Programm.
Zu Gast in der Wilsdruffer Saubachtalhalle war der TSV Dresden-Bühlau. Im Ligaspiel Anfang Dezember setzen sich die Harthaer am Ende deutlich mit 35:28 durch. Trainer Robert Neumann musste, wie schon so oft in dieser Saison, einige Ausfälle verkraften. So standen ihm die Rückraumspieler Maximilian Räntzsch und Tom Heinrich sowie Linksaußen Marcel Köchel und Kreisläufer Ruben Heimen nicht zur Verfügung. Toni Roob ging angeschlagen in die Begegnung.
Die Anfangsphase begann ausgeglichen und beide Teams konnten im Angriff die ersten Akzente setzen. (3:2, 4.). In der Folge schafften es die Hausherren ihre Abwehr zu stabilisieren und einfache Tempogegenstöße zu laufen. So setzen sich die Harthaer
kontinuierlich ab (10:4, 11.). Die Gäste reagierten mit einer Auszeit und blieben in der Folge dran (17:11, 24.). Beide Mannschaften nutzten ihre Chancen ohne groß zu glänzen. Bis zur Halbzeit verteidigten die Männer vom Tharandter Wald ihren Vorsprung und gingen
mit einer 21:15-Führung in die Halbzeit.
Die Dresdner kamen besser aus der Kabine und konnten den Rückstand auf fünf Tore verkürzen (24:19, 38.). Die Harthaer brauchten einige Minuten um wieder Ordnung in die eigene Abwehrreihe zu bringen, konnten aber erneut mit einfachen Kontern antworten und
die Führung bis auf 29:20 ausbauen (45.). Den Gästen fiel im Angriff nur noch wenig ein, aber auch die Hausherren taten sich zunehmend schwer im Abschluss. 8 Minuten vor dem Ende führten die Kurortler mit 33:25. Was in den letzten Minuten der regulären Spielzeit geschah, konnte sich am Ende so richtig keiner erklären.
Mit der vermeintlich sicheren Führung im Rücken wurden im Positionsangriff schlechte Entscheidungen getroffen, Bälle einfach weggeworfen und der Gegner zum Kontern eingeladen. Die Geschenke nahmen die Dresdner dankend an und verkürzten bis auf
33:31 (58.). Coach Neumann nahm die dringende Auszeit, doch leider verfehlte diese ihren Zweck. Es folgten erneut zwei technische Fehler im Angriff, sodass den Gästen 4 Sekunden vor Spielende der 33:33-Ausgleich gelang.
Zur „Strafe“ folgte für die Harthaer die Verlängerung (2x 5min). Die SG startete mit Ballbesitz und leider auch dem nächsten Ballverlust, sodass die Bühlauer erstmalig seit dem 0:1 (3.) wieder in Führung gingen. Die SG konnte ausgleichen, kassierte aber in der
nächsten Abwehraktion eine 2-Minuten-Zeitstrafe. Rückblickend war diese Hinausstellung wahrscheinlich der entscheidende Wachmacher und Wendepunkt in der Nachspielzeit. Auf einmal wurden in der Abwehr wieder die nötigen Extrameter gemacht und im Angriff die eigenen Aktionen geduldig ausgespielt.
Die Unterzahlsituation überstanden die Hausherren fast schadlos und konnten mit einer 36:35-Führung die Seiten wechseln. In
der zweiten Hälfte der Verlängerung stand die Harthaer Deckung wieder sicher und die Gäste bissen sich an dieser die Zähne aus. Durch einfache Gegenstöße konnten die Hausherren innerhalb weniger Minuten auf sechs Tore davon ziehen. Nach 70
Spielminuten strahlte ein 42:36 von der Anzeigetafel.
Ein großer Dank geht wieder an die zahlreichen Fans, die über die gesamte Partie und noch viel mehr in den kritischen Phasen für lautstarke Unterstützung sorgten! Der Halbfinaleinzug gehört mindestens zur Hälfte euch. Am Ende steht ein glücklicher Sieg für
die Grün-Weißen. So spannend hätte es nicht sein müssen, doch ein achtminütiger Blackout zwang die Kurortler zum Nachsitzen.
Zukünftig gilt es souveräne Vorsprünge auch bis zum Schlusspfiff herunter zu spielen und nicht den Gegner am Ende des Spiels durch
unnötige Fehler zum Tore werfen einzuladen. Im Halbfinale am Samstag, den 14.03.2026, geht es auswärts in der Nassausporthalle gegen die 2. Vertretung des HSV Weinböhla. Aus dem letztjährigen Regionspokalfinale haben die Harthaer noch eine Rechnung offen.
Zuvor wartet jedoch am kommenden Sonntag das Spitzenspiel der Regionsoberliga Sachsen-Mitte. Die SG trifft auf das zweitplatzierte Team des USV TU Dresden. Anwurf in der JOYNEXT Arena in Dresden ist 18:00 Uhr. Wir freuen uns über zahlreiche Unterstützung.

